Südlich von St. Petersburg liegt Puschkin, was früher Zarskoje Selo hieß. Hier befindet sich neben anderen Residenzen der berühmte Katharinenpalast. Dieses Schloss war früher die Residenz der Zaren, wurde im Zweiten Weltkrieg aber komplett zerstört. Man baute den Palast originalgetreu nach, heute kann man eine Rekonstruktion des verschollenen Bernsteinzimmers bestaunen. Der Lustgarten, durch den man flanieren kann wurde im 18. Jahrhundert zu seiner heutigen Größe ausgebaut, und an französische Königsgärten angeglichen. In der Nähe des Katharinenpalastes steht der Alexanderpalast. Alexander war der Enkel von Katharina, der Bau dieses Prachtbaus lässt sich nur rekonstruieren. Man vermutet, dass Katharina ein angespanntes Verhältnis zu ihrem Sohn hatte, und aus diesem Grund ihren Enkel zum Thronfolger machen wollte. Im Bau dieses Schlosses sehen viele Menschen die Bestätigung dieser Annahme. Der Eintritt für den Katharinenpalast beträgt etwa 15€.
Puschkin selbst bietet noch viel kleine und größere Parks, die zum flanieren einladen. Neben den beiden Palästen findet man in der Stadt noch das Puschkin Museum. Alexander Sergejewitsch Puschkin ist ein russischer Nationaldichter, er gilt als der Vater der russischen Literatur. Puschkin lebte in dieser Stadt, die nach ihm benannt wurde, sein ehemaliges Wohnhaus ist nun ein gut besuchtes Museum. Das Gesamtbild der Stadt, hauptsächlich geprägt durch den Zarenpalast und der Residenz des Großfürsten Alexander, wurde 1990 in die Weltkultur-Liste der UNESCO aufgenommen.